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Cusanus

Dem Werk des Nikolaus von Kues galt seit der Gründung des Thomas-Instituts stets ein besonderes Forschungsinteresse. Sein Denken steht für die longue durée vor allem der vielgestaltigen neuplatonischen Tradition, insbesondere auch der griechisch-byzantinischen. Die historisch-kritische Cusanusforschung hat die vielfältigen, auch biographisch greifbaren Bezüge seines Denkens erschlossen. Als einer Grenzfigur zwischen Spätmittelalter und Renaissance führt Nikolaus von Kues zugleich das Arbiträre sogenannter Epochengrenzen vor Augen.

Im Berichtszeitraum wurde die umfangreiche spezielle Cusanus-Forschungsbibliothek weitergeführt und durch eine Schenkung seitens der Heidelberger Akademie der Wissenschaften nochmals erweitert. Ebenso wurde die Reihe Cusanus-Studien fortgesetzt, in der demnächst eine umfangreiche Studie (H. G. Senger) erscheinen wird.