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Neue Perspektiven der Historiographie mittelalterlicher Philosophie

Was mittelalterliche Philosophie sei, diese Frage hat nicht erst seit Gilsons wirkmächtigen Versuchen einer Fixierung zu immer neuen Antworten geführt, die zumeist durch das jeweilige zugrundeliegende Philosophieverständnis und die damit verbundenen Einschluss- und Ausschlussmechanismen bestimmt waren. Nicht zuletzt das Bewusstsein für die Eigendynamik der unterschiedlichen Kulturkreise, in denen das spätantike Erbe der Philosophie seinen Weg in die Moderne nimmt, fragt nach einer genaueren Bestimmung ihrer Interaktion und nach neuen Darstellungsweisen abseits der etablierten „Meistererzählungen“. Hierzu sollen auch neue methodische Ansätze in Anwendung kommen.

 (Andreas Speer