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II. Digitale Plattformen / Editionen

Ein Handbuch mittelalterlicher Kunst? – Relecture der „Schedula diversarum artium“ und Erschließung ihrer handschriftlichen Überlieferung in Form einer kritisch-digitalen Edition

Der anonyme mittelalterliche Traktat mit dem Titel „Schedula diversarum artium“ (Über die verschiedenen Künste), überliefert unter dem Pseudonym Theophilus Presbyter, ist sicherlich das bekannteste mittelalterliche Handwerksbuch. In den vergangenen Jahren wurde am Thomas-Institut im Rahmen eines von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten Projekts das Schedula-Portal als Ort einer digitalen, kritischen Edition fertiggestellt.

Das Schedula-Portal, erstellt mit neusten Methoden und Werkzeugen der „Digital Humanities“, ermöglicht eine parallele und seitenkonkordante Vergleichsansicht der drei Texteditionen von Ilg, Escalopier und Dodwell (als mehrsprachige digitale Volltexte) mit dem zugrunde liegenden Handschriftenmaterial (als hochauflösende Objektdigitalisate) und bietet zusätzlich Metadaten in Form von Handschriftenbeschreibungen und -strukturen. Begleitend zum Aufbau des „Schedula-Portals“ ist ein umfangreicher Forschungsband erschienen: A. Speer (ed.), Zwischen Kunsthandwerk und Kunst: Die ‚Schedula diversarum artium‘ (Miscellanea Mediaevalia 37), Berlin / Boston 2014.

Projektleiter: Andreas Speer. Wissenschaftliche Mitarbeiter: Andreas Berger, Ilya Dines, Matthias Gärtner, Kilian Thoben.

Förderung: Fritz Thyssen Stiftung

Projekt-Webseite: http://schedula.uni-koeln.de/