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I. Forschungsfelder

Vom Text zum Hypertext

In mancher Hinsicht gleichen die Wirkungen des Aufschwungs der digitalen Technik auf dem Gebiet der Editionen sowie die neuen Verbreitungs-, Bearbeitungs- und Erschließungsmöglichkeiten von Texten mithilfe dynamischer Querverweise und Auszeichnungssysteme (Hypertext) den Folgen der Erfindung des Buchdrucks. Insbesondere für die Edition von Texten, die in verschiedenen unabhängigen Versionen überliefert sind, eröffnen sich vielversprechende Darstellungs- und Rechercheoptionen. Auch für die Dokumentation und Erschließung großer Textkorpora, die Bearbeitungen und Retroversionen in mehreren Sprachen umfassen, ergeben sich bedeutende Chancen einer einheitlichen und doch für individuelle Forschungsansätze offenen Bereitstellung. Um diese Möglichkeiten wissenschaftlich angemessen zu nutzen und die von den Techniken digitaler Texterfassung angeregten Systematisierungen, etwa der Handschriftenbeschreibung, aktiv mitzugestalten, engagiert sich das Thomas-Institut in entsprechenden Projekten und arbeitet an der Entwicklung neuer Darstellungslösungen.